Stroh zu Gold

Es geht weiter bei Rumpelstilzchen. Denn für unsere Ausstellung wird die Dachkammer nachgebaut, in der die arme Müllerstochter Stroh zu Gold spinnen muss und in der sie die Bekanntschaft mit dem anfangs so hilfreichen Zwerg macht. Wie das mit dem Gold genau geht – daran arbeiten wir derzeit ganz intensiv. Denn unsere Besucher sollen sich in die Lage von Rumpelstilzchen versetzen können.

Das Märchen hat die Malerin maybix inspiriert. Und so hat sie für unsere Ausstellung eine ganz eigene Variante aus Text und Bild geschaffen. Die kommt – wie könnte es anders sein – vor eine goldene Wand!

Natürlich belassen wir es nicht bei dem einen Waldzwerg, sondern stellen auch andere kleine Geister vor. Zum Beispiel die Trolle aus Norwegen, die Schlümpfe aus Belgien, die Rumpelwichte aus Schweden, den Leprechaun aus Irland und noch viele mehr.

Es rumpelt gewaltig!

Wer lebt im Wald und möchte nicht, dass man seinen Namen errät? Richtig, das ist Rumpelstilzchen. Ihn haben wir als prominenten Vertreter der Waldzwerge ausgewählt und ihm zu Ehren den dritten Raum gestaltet. Schließlich ist er einer der bekanntesten Zwerge aus den Märchen und schließlich beginnt am 20. Dezember 2012 das Märchenjahr. Dann ist es auf den Tag genau 200 Jahr her, dass der erste Band der “Kinder- und Hausmärchen” der Brüder Grimm erschien.

Dabei ist die Geschichte vom Rumpelstilzchen gar keine deutsche “Spezialität”. Er ist in ganz Europa bekannt, wenn auch unter verschiedenen Namen. In Kroatien heißt er zum Beispiel Cvilidreta, in Dänemark Trillevip, in England Tom Tit Tot. In Frankreich erschien das Märchen schon mehr als 100 Jahre vor der Sammlung der Brüder Grimm unter dem Titel Ricdin-Ricdon. Und die amerikanische Filmindustrie gab ihm in dem Animationsfilm “Für immer Shrek” sogar eine handlungsentscheidende Hauptrolle.
Hier der Trailer.

Es rumpelt noch mehr in Raum 3: Denn auch die bekannten Rumpelwichte aus “Ronja Räubertochter” werden in der Ausstellung zu sehen sein. Fans haben ihnen auf Youtube ein kleines Denkmal gesetzt. Wir bekommen sie von einer Theaterproduktion geliehen, in der sie ebenso originell wie liebevoll gestaltet wurden.

Von Alberich bis Zwerg Nase

So geht es weiter in Raum 1: Links von der Europakarte finden die Besucher eine Lexikonwand, in der wir alle uns bekannten Zwerge vorstellen. Es beginnt mit dem kleinen Anti-Helden der Nibelungensage und endet mit einem Märchen von Wilhelm Hauff (siehe Überschrift). Bekannte und weniger bekannte Zwerge werden dort auftauchen: zum Beispiel Giamo Casanunda aus den “Scheibenwelten”, die Minions aus “Ich einfach unverbesserlich” oder die Rumpelwichte aus “Ronja Räubertochter”. Gleich hier erfahren die Besucher auch, welche Figuren aus der großen Zauberwelt der kleinen Geister ihnen in der Ausstellung begegnen: Dafür sorgt ein Button, der auf Raum und Thema hinweist.

Raum 2 widmet sich den Bergzwergen. Also denen, die fernab der Menschen in den Bergwerken ihre Arbeit verrichten. Die in den Märchen ebenso zuhause sind wie in den Fantasy-Geschichten. Doch davon mehr im nächsten Post.