Ein etwas anderes Fotoshooting

„Hallo zusammen! Als erstes möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin Hannah, die ‚Mentee‘ von Christa, und Christa ist meine ‚Mentorin‘. Das heißt, sie lässt mich ein bisschen in ihren Beruf und ihre Tätigkeiten reinschnuppern, und ich kann interessante Leute kennenlernen, mit denen sie zu tun hat. So wie eben letzte Woche: da waren Christa und ich zu Besuch im Atelier von Claus Dieter Geissler, um ein besonderes Fotoshooting zu machen.

Die Models: natürlich keine normalen Menschen, sondern Zwerge, und zwar die europäischen! Dabei waren der grüne Leprechaun aus Irland, der kleine isländische Troll mit Knollennase, der klassische deutsche Gartenzwerg und einige andere. Und um die Zwerge zwergiger aussehen zu lassen, haben wir sie schön in Blumenerde gesteckt, so dass man zum Teil nur noch den Kopf rausragen sah.

Mit einer guten Beleuchtung und den richtigen Anweisungen (‚Den Engländer mehr nach rechts, ja, so ist gut – ach nein, jetzt verdeckt er den Franzosen…‘) kam dann hinterher ein klasse Foto zustande. Ob die Zwerge es so lustig fanden, dauernd in der Erde herumgerutscht zu werden, weiß ich nicht – mir jedenfalls hat es gefallen.“

Hier nun das Foto, das Hannah gemeinsam mit Claus Dieter erstellt hat. Es muss oben links und rechts noch ein bisschen bearbeitet werden für seinen künftigen Einsatz. Übrigens: Der Mentorin hat das Fotoshooting auch gefallen. Und sie war vom Engagement ihres Mentees ganz begeistert!

Spanien olé!

„Erkennt Ihr mich? Ich bin es, Euer Wichtel. So könnte Ihr mich ab dem 13. Januar in Hagen in der Ausstellung sehen. Und zwar direkt im Eingangsbereich, wo Ihr mehr über die Zwerge in anderen europäischen Ländern erfahrt. Zum Beispiel, dass es in Spanien und Portugal die Trasgu gibt, die furchtbar gerne Unfug machen. Und in Italien die Monacielli,die wie kleine Mönche aussehen. Und in Dänemark die Nisse, die dem Weihnachtsmann helfen. Und noch ganz, ganz viel mehr.

Ein bisschen werdet Ihr auch auf diesen Seiten darüber erfahren. Denn meine Leute arbeiten schon eifrig an einem Glossar. Geben wir Ihnen einfach noch ein paar Tage Zeit. Und genießen in der Zwischenzeit un helado oder un flan. Na ja, die Erwachsenen vielleicht eher un café con leche oder una cerveza. In diesem Sinne: Hasta luego!

Von Alberich bis Zwerg Nase

So geht es weiter in Raum 1: Links von der Europakarte finden die Besucher eine Lexikonwand, in der wir alle uns bekannten Zwerge vorstellen. Es beginnt mit dem kleinen Anti-Helden der Nibelungensage und endet mit einem Märchen von Wilhelm Hauff (siehe Überschrift). Bekannte und weniger bekannte Zwerge werden dort auftauchen: zum Beispiel Giamo Casanunda aus den „Scheibenwelten“, die Minions aus „Ich einfach unverbesserlich“ oder die Rumpelwichte aus „Ronja Räubertochter“. Gleich hier erfahren die Besucher auch, welche Figuren aus der großen Zauberwelt der kleinen Geister ihnen in der Ausstellung begegnen: Dafür sorgt ein Button, der auf Raum und Thema hinweist.

Raum 2 widmet sich den Bergzwergen. Also denen, die fernab der Menschen in den Bergwerken ihre Arbeit verrichten. Die in den Märchen ebenso zuhause sind wie in den Fantasy-Geschichten. Doch davon mehr im nächsten Post.

Der Countdown läuft.

In etwas mehr als 4  Monaten, am 3. März 2013, wird die Ausstellung „Zwergenwelten“ im Historischen Centrum in Hagen eröffnet. Bis dahin ist noch viel zu tun – und viel ist schon getan: Räume wurden geschaffen, Exponate recherchiert, angefragt, gekauft. Nun wird im Museum gebaut und bei uns gemalt und geschrieben. Wozu auch dieser Blog gehört.

Einen ersten Einblick in die künftige Ausstellung geben die von Andreas Becker geschaffenen Zeichungen der 7 Räume, die wir ab heute nach und nach hier vorstellen.

Beginnen wir bei Raum 1:

Wo leben die Kaboutermänner, und welchen Namen trägt ihr polnisches Pendant? Wie heißt der Zwerg aus dem türkischen Schattentheater Karagöz? In welchen Größen gibt es Trolle? Warum tragen italienische Zwerge Kutten? Wo hält sich der Domovoi am liebsten auf? Dies und noch viel mehr erfahren die Besucher direkt im Eingangsbereich. Dabei werden sie selbst aktiv: Sie wählen die Landesflagge, drücken auf einen Knopf und finden darüber die Abbildungen und Beschreibungen der europäischen Zwerge.

Was sie sonst noch erfahren und wie sie zu Zwergen-Experten werden, das verraten wir in unserem nächsten Artikel.