Wir sind preisverdächtig!

Nun ist es offiziell und auch bei eco zu finden: Unser Android-Spiel für Smartphones und Tablets ist im Bereich Mobile für den diesjährigen Internet Award nominiert. Große Freude bei 56m (deren kultureller Bereich von den Museumsratten vertreten wird) und bei Fraunhofer FIT. Am 27. Juni fällt die Entscheidung bei der diesjährigen Gala, die wieder in luftiger Höhe im KölnSky stattfindet. Bis dahin heißt es abwarten – und Daumen drücken.

Da simma dabei!

Für alle, die das kölsche Lied nicht kennen und somit die Überschrift auch nicht übersetzen können: Da sind wir dabei. Wir haben die Variante gewählt, weil eco, der Verband der deutschen Internetwirtschaft, ebenfalls in Köln ansässig sind. Und die haben zum Wettbewerb geladen für den Internet Award 2013. Bei ihnen haben wir heute im Bereich Mobile unsere Unterlagen eingereicht. Mal schauen, was draus wird. Vielleicht simma ja länger dabei …

Danke übrigens an Matthias Langer, der das PDF für uns gestaltet hat.

So, und jetzt ist erst mal Urlaubszeit. Wir fahren in die Ukraine gehen gehen dort auf die Suche nach den Domovoi. Denn die kleinen Hausgeister und Kobolde sind auch dort zu finden.

Sagen aus Hagen: Der Kobold in der Mühle

„In einer Mühle in Hagen lebten einst einer Müller und ein Kobold. Letzterer liebte es, dem Müller und seinen Gesellen Streiche zu spielen. Mal schnitt er Löcher in die Säcke, mal verklemmte er das Wasserrad, mal verstopfte er den Malgang. Er war schon ein übler Geselle und ein lästiger Unhold.

Oftmals grübelte der Müller, wie er den Kobold loswerden könne. In seiner Not entschied er sich, die Mühle abzubrennen – und den Kobold gleich mit. Traurig stand er vor den rauchenden Überresten des Gebäudes, als er plötzlich den Kobold neben sich hörte: „Gut, dass wir beide rechtzeitig raus kamen. Da hätten wir glatt verbrennen können.“

Der Müller baute eine neue Mühle, und der Kobold zog wieder mit ein; der Ärger ging weiter. Bis eines Wintertages ein Bärenführer mit seinem Tanzbären bei ihm auftauchte und ihn um ein Nachtlager bat. Der Müller lud ihn ein, in der guten Stube zu schlafen, doch da war für den Bären kein Platz.

Der Bärenführer schlug vor, das Tier in der Mühle zu lassen. Doch der Müller riet ab: Er befürchtete, der Kobold könne dem Bären schaden. Der Bärenführer beruhigte ihn, und so brachten beiden den Meister Petz in die Mühle.

Am Ende der Nacht erwachte der Müller, weil er ein Schreien und Poltern hörte. Unglücklich dachte er an den armen Bären. Doch als er nach ihm sah, kam ihm das Pelztier putzmunter entgegen. Nur von dem Kobold war nichts mehr zu sehen. Der Bärenführer bedankte sich für die Unterkunft und zog von dannen.

Mehr  als ein Jahr lang blieb der Kobold verschwunden. Doch eines kalten Tages ging die Tür auf, und der unliebsame Hausgast stand wieder im Raum. Er rief: „Müller, ist die große schwarze Katze noch da?“ Da antwortete der Müller mit einem unterdrückten Lachen: „Ja, sie ist noch da. Und hat sieben Junge bekommen!“ Mit einem Schrei des Schreckens rannte der Kobold von dannen und ward – zur Freude des Müllers und seiner Gesellen – nie wieder gesehen.“

Sagen aus Hagen: Der Schleifkotten

„Früher gab es an der Ennepe nahe Hagen viele kleine Schleifwerkstätten, in denen Sensen, Sicheln, Schwerter und Messer hergestellt und nachgeschliffen wurden. Hierzulande wurden sie Schleifkotten genannt; große Wasserräder sorgten dafür, dass sich die Schleifsteine drehten.

In einem dieser Schleifkotten ging der Meister morgens zur Arbeit. Nachdem er das Wasserrad in Bewegung gesetzt hatte, griff er nach den Sensen und Sicheln – und griff ins Leere. Er suchte den ganzen Raum ab und fand sie schließlich aufgeräumt an einer Wand stehen: Sie waren bereits fertig geschliffen.

Lange Zeit überlegte er, wer diese Arbeit wohl erledigt hatte, fand jedoch keine Erklärung. Am nächsten Morgen ging es ihm ebenso: Alle Arbeit war schon getan, als er den Schleifkotten betrat. So ging es über viele Tage: Was er am Abend bereitgelegt hatte, war am Morgen glänzend und scharf geschliffen.

Das weckte mehr und mehr seine Neugierde. Und so beschloss er, sich des Nachts auf die Lauer zu legen. Er versteckte sich in einer Ecke und wartete ab. Bis plötzlich ein kleines Männchen mit langem Bart und roter Mütze den Raum betrat. Es setzte das Wasserrad in Gang und machte sich an die Arbeit.

Der Schleifermeister staunte nicht schlecht, so geschickt und schnell arbeitet das Männchen. Lange Zeit sah er ihm dabei zu. Doch dann schliefen ihm in seiner unbequemen Stellung die Beine ein. Vorsichtig veränderte er ihre Lage – und stieß dabei versehentlich gegen eine Eisenstange, die an der Wand lehnte und nun mit großem Gepolter umfiel.

Nun wusste der Zwerg, dass er beobachtet wurde. Wie der Blitz sprang er zur Tür und verschwand nach draußen. Seitdem ward er nie mehr gesehen. Und der Schleifermeister musste wieder alle Arbeit selbst machen.“