Zum Tode von Otfried Preußler

Vor wenigen Tagen verstarb im Alter von 89 Jahren der Autor solch phantasievoller Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“ oder „Krabat“. Eines der ersten Bücher von Otfried Preußler war „Der kleine Wassermann“, das bereits 1956 erschien und im Laufe der Jahrzehnte in 32 Sprachen übersetzt wurde.

Die Hauptperson des Kinderbuch-Klassikers und seinen ständigen Begleiter, den Karpfen Cyprinus, hat Barbara Biller für unsere Ausstellung in Szene gesetzt. Ganz wie im Buch beschrieben, ist die Marionette sehr liebevoll mit grünen Haaren und Schwimmhäuten zwischen den Zehen ausgestattet.

Barbara Biller, 1977 in Nürnberg geboren, hat den kleinen Wassermann bereits als Kind kennen gelernt. Ihren ursprünglichen Berufswunsch, im Figurentheater zu arbeiten, gab sie zwischenzeitlich auf und wurde zuerst Kinderpflegerin, später Ergotherapeutin und klinische Lerntherapeutin in München.

Vor mehr als einem Jahr holte ihr Jugendtraum sie wieder ein: Sie stieg für ein Jahr aus, reiste quer durch Republik und mache vier Praktika bei namhaften Puppenbauern. Dabei traf sie auch auf Andreas Becker, „Vater“ des Wichtels und Designer der „Zwergenwelten“. In der Zusammenarbeit entstand die Idee, dem kleinen Wassermann Gestalt zu geben. Am kommenden Dienstag wird er in Hagen in eine Wasserlandschaft eingebettet. Und ab dem 5. März können die von Otfried Preußler ersonnenen und von Barbara Biller geschaffenen Figuren im Historischen Centrum bewundert werden.

Ein etwas anderes Fotoshooting

„Hallo zusammen! Als erstes möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin Hannah, die ‚Mentee‘ von Christa, und Christa ist meine ‚Mentorin‘. Das heißt, sie lässt mich ein bisschen in ihren Beruf und ihre Tätigkeiten reinschnuppern, und ich kann interessante Leute kennenlernen, mit denen sie zu tun hat. So wie eben letzte Woche: da waren Christa und ich zu Besuch im Atelier von Claus Dieter Geissler, um ein besonderes Fotoshooting zu machen.

Die Models: natürlich keine normalen Menschen, sondern Zwerge, und zwar die europäischen! Dabei waren der grüne Leprechaun aus Irland, der kleine isländische Troll mit Knollennase, der klassische deutsche Gartenzwerg und einige andere. Und um die Zwerge zwergiger aussehen zu lassen, haben wir sie schön in Blumenerde gesteckt, so dass man zum Teil nur noch den Kopf rausragen sah.

Mit einer guten Beleuchtung und den richtigen Anweisungen (‚Den Engländer mehr nach rechts, ja, so ist gut – ach nein, jetzt verdeckt er den Franzosen…‘) kam dann hinterher ein klasse Foto zustande. Ob die Zwerge es so lustig fanden, dauernd in der Erde herumgerutscht zu werden, weiß ich nicht – mir jedenfalls hat es gefallen.“

Hier nun das Foto, das Hannah gemeinsam mit Claus Dieter erstellt hat. Es muss oben links und rechts noch ein bisschen bearbeitet werden für seinen künftigen Einsatz. Übrigens: Der Mentorin hat das Fotoshooting auch gefallen. Und sie war vom Engagement ihres Mentees ganz begeistert!

Besuch auf der Baustelle

Vergangene Woche waren wir in Hagen und haben uns die baulichen Fortschritte angeschaut. Hans Dittmann, der in Stürzelberg die wunderbaren Fotos gemacht und außerdem die Technik für die „Stroh-zu-Gold-Maschine“ entwickelt hat, war mit von der Partie. Er ließ es sich natürlich nicht nehmen, gleich den großen Stuhl zu besetzen. Und fühlte sich prompt wie ein Zwerg. Tja, da haben wir den Hans geschrumpft …

Erst ich, dann Ihr!

„Da staunt Ihr, gell? Zwerge im Weltall, das habt Ihr bestimmt noch nicht gesehen? Und das Beste daran: Am dem 3. März könnt Ihr mit uns reisen. Dann gibt es nämlich in der Ausstellung eine Fotowand, durch die Ihr Eure Köpfe stecken könnt. Eine Kamera oder ein Handy hat vermutlich ohnehin (fast) jeder Besucher dabei. Und so können alle ein Erinnerungsfoto machen, an Freunde schicken oder auf Facebook posten. Oder ganz einfach für den Bilderrahmen ausdrucken – so was gibt es ja schließlich auch noch!“