„Und wo bleib ich?“

„Das ist doch mal wieder ty-pisch. So viele Feen werden im letzten Artikel über Raum 4 in der Ausstellung Zwergenwelten genannt. Und wen lässt man aus? Mich!!! Als ob ich das nicht auch könnte, das bisschen fliegen. Wofür hängt man denn schließlich an Fäden?

Vielleicht haben die mich vergessen, weil ich immer noch nur Wichtel … oder Museumswichtel heiße. Vielleicht könnte sich ja mal jemand Gedanken machen, welcher Name besser zu mir passen würden. Aber eins will ich jetzt schon sagen: Wichtelfee wird es nicht sein!“

Es (f)liegt was in der Luft

Weiter geht es mit unseren Ausstellungsplänen. Denn nach den Berg- und Waldzwergen wenden wir uns nun den „luftigeren“ Geistern zu: den Feen und Elfen. Die sind bekanntermaßen scheu – und werden sich auch in Hagen verstecken. Doch ein Blick durch die schmalen Ritzen der Bretter gewährt Einblicke in ihre geheimnisvolle Welt: Hier trifft eine geflügelte Barbie auf Elaya von Schleich, Lilifee auf Nanny Plum, Olivia auf Pepper Wutz, Tinkerbell auf Wanda – und alle gemeinsam auf die Zahnfee Cartman.

Auf der anderen Seite empfängt Euch der Hauself Dobby. Den hat uns Saturn netterweise und höchst unkompliziert für die Dauer der Ausstellung zur Verfügung gestellt. Hinter dem zweiten Vorhang verbirgt sich der Luftgeist aus Shakespeares „Sturm“. Doch dazu später mal mehr, wenn wir die Exponate vorstellen.

TV-Tipp

Für alle, die den Film im Kino verpasst haben: Heute Abend ist auf SAT.1 die Free-TV-Premiere von „Für immer Shrek“. Ein MUSS für alle Zwergenfans. Denn dort zeigt sich Rumpelstilzchen mal wieder von seiner bösesten Seite.

Wer heute keine Zeit hat: Morgen gibt es am Nachmittag eine Wiederholung. Viel Spaß beim letzten Abenteuer des Ogers!

Das Shrek-Rumpelstilzchen haben wir selbstverständlich auch in der Ausstellung – und zwar als Merchandise-Artikel in deutscher sowie in US-Variante. Und die unterscheiden sich ganz heftig in ihrer Größe.

Stroh zu Gold

Es geht weiter bei Rumpelstilzchen. Denn für unsere Ausstellung wird die Dachkammer nachgebaut, in der die arme Müllerstochter Stroh zu Gold spinnen muss und in der sie die Bekanntschaft mit dem anfangs so hilfreichen Zwerg macht. Wie das mit dem Gold genau geht – daran arbeiten wir derzeit ganz intensiv. Denn unsere Besucher sollen sich in die Lage von Rumpelstilzchen versetzen können.

Das Märchen hat die Malerin maybix inspiriert. Und so hat sie für unsere Ausstellung eine ganz eigene Variante aus Text und Bild geschaffen. Die kommt – wie könnte es anders sein – vor eine goldene Wand!

Natürlich belassen wir es nicht bei dem einen Waldzwerg, sondern stellen auch andere kleine Geister vor. Zum Beispiel die Trolle aus Norwegen, die Schlümpfe aus Belgien, die Rumpelwichte aus Schweden, den Leprechaun aus Irland und noch viele mehr.

Spanien olé!

„Erkennt Ihr mich? Ich bin es, Euer Wichtel. So könnte Ihr mich ab dem 13. Januar in Hagen in der Ausstellung sehen. Und zwar direkt im Eingangsbereich, wo Ihr mehr über die Zwerge in anderen europäischen Ländern erfahrt. Zum Beispiel, dass es in Spanien und Portugal die Trasgu gibt, die furchtbar gerne Unfug machen. Und in Italien die Monacielli,die wie kleine Mönche aussehen. Und in Dänemark die Nisse, die dem Weihnachtsmann helfen. Und noch ganz, ganz viel mehr.

Ein bisschen werdet Ihr auch auf diesen Seiten darüber erfahren. Denn meine Leute arbeiten schon eifrig an einem Glossar. Geben wir Ihnen einfach noch ein paar Tage Zeit. Und genießen in der Zwischenzeit un helado oder un flan. Na ja, die Erwachsenen vielleicht eher un café con leche oder una cerveza. In diesem Sinne: Hasta luego!

Es rumpelt gewaltig!

Wer lebt im Wald und möchte nicht, dass man seinen Namen errät? Richtig, das ist Rumpelstilzchen. Ihn haben wir als prominenten Vertreter der Waldzwerge ausgewählt und ihm zu Ehren den dritten Raum gestaltet. Schließlich ist er einer der bekanntesten Zwerge aus den Märchen und schließlich beginnt am 20. Dezember 2012 das Märchenjahr. Dann ist es auf den Tag genau 200 Jahr her, dass der erste Band der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm erschien.

Dabei ist die Geschichte vom Rumpelstilzchen gar keine deutsche „Spezialität“. Er ist in ganz Europa bekannt, wenn auch unter verschiedenen Namen. In Kroatien heißt er zum Beispiel Cvilidreta, in Dänemark Trillevip, in England Tom Tit Tot. In Frankreich erschien das Märchen schon mehr als 100 Jahre vor der Sammlung der Brüder Grimm unter dem Titel Ricdin-Ricdon. Und die amerikanische Filmindustrie gab ihm in dem Animationsfilm „Für immer Shrek“ sogar eine handlungsentscheidende Hauptrolle.
Hier der Trailer.

Es rumpelt noch mehr in Raum 3: Denn auch die bekannten Rumpelwichte aus „Ronja Räubertochter“ werden in der Ausstellung zu sehen sein. Fans haben ihnen auf Youtube ein kleines Denkmal gesetzt. Wir bekommen sie von einer Theaterproduktion geliehen, in der sie ebenso originell wie liebevoll gestaltet wurden.

Zwergenfreunde im Märchenjahr

„Hallo, ich bin’s wieder, Euer Museumswichtel. Heute möchte ich Euch mal ein paar meiner Freunde vorstellen. Wir haben immerhin eines gemeinsam: Wir wurden alle von Andi Becker geschnitzt. Für das Foto getroffen haben wir uns übrigens, weil wir ein Motiv zum Märchenjahr machen wollten. Und das beginnt bekanntermaßen am 20. Dezember 2012, weil sich dann das Erscheinungsjahr der Grimms Märchen zum 200. Mal jährt.

Fotografiert wurden wir übrigens von Claus Dieter Geissler in dessen Atelier im Kunsthaus Rhenania. Von ihm werden hier noch ganz oft Bilder zu sehen sein. Bei ihm soll ich mich – im Namen der Museumsratten und von 56m – mal ganz herzlich bedanken.
Also: danke schön, Claus Dieter.

Und Ihr, Ihr könnt Euch ja schon mal Gedanken über meinen Namen machen. So langsam wird es Zeit für meine Taufe!“

Venetianerstollen und erste Hörstation

Regional und international – so geht es weiter in Raum 2: Dort ist auf der einen Seite – vor dem Haus der sieben Zwerge – eine Hörstation aufgebaut. An der kann man sich neben der deutschen auch die russische Variante des Märchens vom Schneewittchen anhören.

Auf der anderen Seite schlüpfen Kinder in die Rolle der Venetianer und können durch einen Stollen krabbeln. Die Venetianer kam im Mittelalter aus der Lagunenstadt in den Norden, um hier nach Schätzen in den Bergwerken zu suchen. Sie waren oftmals kleinwüchsig und trugen mit Moos und Stroh befüllte Mützen, die ihren Köpfe schützten. Da es in Bestwig, nahe Hagen, einen Venetianerstollen gibt, haben wir das regionale Thema aufgegriffen.

Während die Kleineren im Stollen auf Schatzsuche gehen, entdecken die Größeren rund um die Berg zahlreiche Zwerge aus der Fantasywelt – vom „Herrn der Ringe“ über „World of Warcraft“ bis hin zu der „Scheibenwelt“.